Mata Nui
Tief unten im endlosen Ozean, im Inneren einer riesigen Höhle, schießen Energieblitze durch das Gestein. Maschinen, die Jahrmillionen lang bewegungslos verharrt hatten, setzen sich allmählich ruckend in Bewegung. Das Universum bebt. Durch lange Zeit unbenutzte Leitungen fließt plötzlich Strom, der immer weiter von Karda Nui fortfließt.
Auf der öden Insel von Mata Nui, von Bohrok-Horden sämtlicher Vegetation beraubt, öffnen sich plötzlich Wasserläufe. Mächtige Beben erschüttern die Erde, und riesige Fels- und Geröllbrocken stürzen ins Meer. Ein gewaltiger Spalt öffnet sich in der Mitte der verlorenen Insel, und beide Inselteile fließen zur Seite, während etwas Gigantisches von unten nach oben drängt.
Weit entfernt im Süden, Osten und Westen schäumt das Meer, während unterirdische Stöße hohe Wellen auftürmen, die sich in alle Richtungen ausbreiten. Riesige brodelnde Becken entstehen und verschwinden wieder. Der Ozean hebt sich gen Himmel. Die beiden Inselhälften peitschen die See zusätzlich auf, während sie auseinander driften und in den kochenden Fluten versinken.
Ein gigantischer, metallisch glänzender Kopf taucht aus den zerschmetterten Überresten der einst idyllischen Insel auf. Wasser, Schmutz und Geröll fallen aus dem Gesicht, während sich der Kopf immer höher in den Himmel erhebt. Riesige Schultern brechen aus dem Ozean hervor, und schließlich kommt eine ebenso gigantische Brust zum Vorschein. Wie in Zeitlupe erhebt sich der Roboter auf die Füße und stößt nach hunderttausend Jahren zum ersten Mal mit dem Kopf durch die Wolken. Gelbes Licht leuchtet aus seinen Augen, während er das Meer unter sich absucht.
Mata Nui ist auferstanden.